Dux Bembo Orden – die höchste Auszeichnung der Narrenzunft Kißlegg

Dux Bembo Münze Vorderseite

Der in der Sage „Der Schatz vom Kocherhof“ von Paul Moser vorkommende Name „Johannes Bembo, Dux Venetiae“ welcher auf der Rückseite der 17 aufgefundenen Münzen des Schatzfundes vom Kocherhof geprägt war, dürfte so manchem bekannt vorkommen. Bei den Münzen handelte sich um „Scudo della Croce“ des Venezianer Dogen Giovanni Bembo. Giovanni Bembo (* 21. August 1543; † 16. März 1618) war der 92. Doge von Venedig. Der Doge (von lateinisch Dux Führer, Anführer, Fürst) war das Staatsoberhaupt der Republik Venedig. Abgeleitet ist die Bezeichnung aus einem Begriff der römischen Verwaltung: Ab dem 4. Jahrhundert war bei den Römern „dux“ die Bezeichnung für den obersten militärischen Befehlshaber einer Grenzprovinz.

Giovanni Bembo

Bembo regierte von 1615 bis 1618, kurz vor dem Ausbruch des 30- Jährigen Krieges (1618-1648). Dieser Krieg verwüstete damals auch die Gegend um Kißlegg. Venedig führte zu dieser Zeit Auseinandersetzungen mit Österreich um die Vorherrschaft an der Adria. Wegen der enormen Kriegskosten kam es in der Folge zu einer Finanzkriese in Venedig.

Dux Bembo Münze Rückseite

Die auf der Münze angebrachte Zahl 140 steht für die Wertzahl, die Münze, also 140 Soldi. Die Münzen wurden wahrscheinlich im 30-jährigen Krieg vergraben - in diesen unruhigen Zeiten hat man gerade wertbeständiges Großgeld gerne gehortet.

Verdiente Mitglieder der Narrenzunft Kißlegger Hudelmale erhalten als Anerkennung und Auszeichnung den sogenannten „Großen Dux Bembo Orden“. Bisher gibt es 51 Träger und Trägerinnen des Großen Dux Bembo Ordens in der Narrenzunft. Ob und Wer im Jahr 2017 den „Großen Dux Bembo Orden“ überreicht bekommt bleibt bis zum Zunftball ein gut gehütetes Geheimnis, welches nur den Mitgliedern des Zunftrates bekannt ist.

 


 Träger des großen Dux Bembo Ordens
der Narrenzunft Kißlegger Hudelmale


1968 : Jürgen Hohl
1968 : Richard Zudrell
1969 : Jürgen Schuwerk †
1970 : Siegfried Genal
1971 : Manfred Schuwerk
1972 : Edwin Müller
1973 : Ludwig Schneider †
1974 : Otto Hengeler †
1975 : Hans Bechthold †
1976 : Franz Genal †
1977 : Franz Vollmer †
1978 : Erich Karrer
1979 : Siegfried Welte †
1980 : Ruth Zudrell
1981 : Franz Schupp †
1982 : Hans Trettin †
1983 : Elmar Frommknecht †
1984 : --
1985 : Helga Nohr
1986 : Herbert Keibach
1987 : Dieter Jaag
1988 : Lothar Rothe †
1989 : Anton Fröhlich
1990 : Dieter Karrer
1991 : Fasnet ausgefallen
1992 : Hermann Milz
1992 : Stephan Müller †
1993 : Josef Dobler
1994 : Josef Loritz
1995 : Anton Weiland
1996 : Anton Kübler
1997 : Anton Kling
1998 : Hans-Peter Mauch
1999 : Siegfried Seeberger
2000 : Sabine Mauch
2001 : Bruno Uhlmann
2002 : Diana Kant
2003 : Friedemann Weindel
2004 : Florian Schneider
2005 : Uwe Hausch
2006 : Thilo Christante
2007: Manfred Schlude
2008 : Roland Kant
2009 : Michael Sigg, Claudius Weiland
2010 : Stephan Wiltsche
2011 : Gebhard Schüle 
2012 : Hansjörg Schuwerk
2013 : Markus Veser
2014 : Günther Müller
2015 : Dr. Bernd Frey
2016 : Silke Puszti
2017 : Thomas Buffler, Michael Müller